Schreibwaisen

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C-a-f-f-äh-äh, trink nicht so viel …? Meinten Sie: Kaffee

Der 25. Februar 2013. 10.15 Uhr. Nach einer langen Navisee durch den Schwarzwald treffen wir unterwegs zur Baustelle einen Bauleiter und drei Packen Spax1 in einer Bäckerei mit Steh-Café. Ich bestelle mir einen 515 und freue mich herzlich über die international geschriebene Kaffee-Karte.

Heute, äh … jetzt. Bei der Kurzrecherche stoße ich auf die englische Variante des berühmten Kinderliedes:

C-o-f-f-e-e, coffee is not for me,
It’s a drink some people wake up with,
That it makes them nervous is no myth,
Slaves to a coffee cup, they can’t give coffee up.

Besonders der letzten Zeile Klang hat sich mir mit tiefer Freude offenbart. Das wird auf die Tasse geplottet oder aus T-Shirt gebügelt! Für das ungeübte Ohr klingt es leicht nach Schüttelreim, es ist aber keiner. Denn auf www.schuettelreis.de weiß man über Schüttelreime und deren Probleme Bescheid:

„[…] Leider gibt es Seiten im weltweiten Netz, auf denen irgendwelche Reime als Schüttelreime ausgegeben werden. Gute Schüttelreime zeichnen sich dadurch aus, dass sie sauber geschüttelt sind […]“

Doch auch andere Tücken warten auf den beherzten Schüttelreimer. Ein dunkles Geheimnis der Schüttelreimgeschichte, das nur hinter der vorgehaltenen Hand geflüstert wird – die Schmuddelreime:

„Ein oft totgeschwiegenes Kapitel unter den Schüttelreimern sind die Reime, bei denen durch das Schütteln Wörter oder Assoziationen mit etwas anrüchigem Charakter entstehen […]“

Jede hehre Kunst hat ihre dunkle Seite!

  1. Des Spacken Pax – drei Packen Spax! []