.bücher und ich, ein stock

Der Stock kam von maloXP , dem ich auch ganz dreist wegen meinungsähnlichem Inhalt die Einleitung klaue:

Und auch, wenn ich so etwas öffentlich immer verurteile, wegen des Schneeballsystems und so, finde ich so Stöcke klammheimlich ja doch ganz nett. Durch den fest gesteckten Rahmen der vorgegebenen Fragen bieten sie einen Rahmen und Ventil für die zwangsweise in Konflikt stehenden zentralen Fragen des Bloggens: Die nach der Privatsphäre (”Wieviel gebe ich von mir preis?”) und der nach der Eitelkeit (”Wie stelle ich mich so dar, dass der Leser denkt, ich sei eine arschcoole Sau?”), aus der man ja durchaus auch Motivation schöpft. Darum pfeife ich jetzt mal die Kredibilität und beantworte einige Fragen nach Literatur. Zwei davon erfinde ich frech hinzu, weil ich sie interessant finde. Los also.

Was wäre das Leben ohne Lesen?
Jaja, was wäre das Leben ohne Lesen? (mental beim Lesen bitte mit einem vielsagenden rhetorischen Seufzer aussprechen. Danke!)

Gebunden oder Taschenbuch?
Taschenbücher. Einfach weil sie handlicher sind.

Amazon oder Buchhandel?
Sowohl als auch. Bei Amazon bestelle ich gezielt, im Buchladen kaufe ich impulsiv und auf dem Flohmarkt gelegentlich. Schenken lasse ich mir Bücher auch gerne.

Lesezeichen oder Eselsohr?
Aufgeschlagen auf dem Buchrücken, auf Boden oder Tisch. Früher habe ich mir einfach die Seitenzahl gemerkt, heute vergesse ich sogar meine eigene Telefonnummer.

Ordnen nach Autor, Titel oder ungeordnet?
Wie ich querbeet lese, so sind die auch Bücher wild gemischt im Regal, auf dem Boden und dem Schreibtisch verteilt.

Behalten, wegwerfen oder verkaufen?
In erster Linie behalten, wegwerfen eher selten, verkaufen so gut wie nie.

Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?
Wer macht denn sowas? Behalten!

Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?
Das müsste ich mit Feldversuchen noch herausbekommen. Mal so, mal so, denke ich. Also jetzt mal wirklich, keine Ahnung. Hm… gute Frage, denke ich jetzt wahrscheinlich jedesmal dran, wenn ich ein Umschlag-Buch in die Finger bekomme. Blöde Frage. Hm…

Kurzgeschichten oder Roman?
Nichts oder – und! Ja, beides!

Harry Potter oder Lemony Snicket?
Weder noch.

Aufhören, wenn man müde ist, oder wenn das Kapitel zu Ende ist?
Mitten im Wort, wenn ich zu müde bin.

„Die Nacht war dunkel und stürmisch“ oder „Es war einmal“?
Da fällt mir spontan Michael Ende ein, der eine Geschichte mit einem schlichten aber genialen „Da war einmal“ beginnen lässt.

Kaufen oder leihen?
Beides. Mein Einkommen kann nicht mit meiner Lesefrequenz mithalten (Mehr arbeiten, weniger lesen, haha!) außerdem muss ich Bücher nicht besitzen um Freude daran zu haben.

Neu oder gebraucht?
Der Amazon Gebrauchtmarkt ist meine größte Bücherquelle. Neuerscheinungen, werden aber auch neu gekauft. Ist natürlich auch eine Preisfrage.

Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?
Nur die letzten drei spielen bei der Kaufentscheidung eine Rolle.

Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?
Kommt drauf an. Ich mag es lieber, wenn Bücher „rund“ sind. Ist aber eher die gefühlte Ebene, als die Storyline. Warum nicht ein guter Cliffhanger, wenn er passt, anstatt ein krampfhaft zusammengepfriemeltes Ende? Andererseits: Into the great wide open, habe ich in meinem Leben genug, da dürfen Bücher gerne auch ein abgeschlossenes Ende haben.

Morgens, mittags oder nachts lesen?
Nachts im Bett. Tagsüber am Strand und im Garten (kommt man leider zu selten dazu).

Einzelband oder Serie?
Einzelband, auch wenn ich lose zusammenhängende Serien mag, wie etwa Terry Pratchetts Scheibenweltromane.

Lieblingsserie?
s.o.

Lieblingsbuch, von dem noch nie jemand gehört hat?
Pat O‘ Shea – Die Meute der Mórrígan. Ein Kinderbuch, aber ich lese es alle paar Jahre immer wieder gerne. Märchenhaft, ein netter Humor verwoben mit irischen Mythen.

Dein Lieblings-Kinderbuch?
s.o.
Ich lese heute immer noch gerne Kinderbücher und Märchen. Der Brief für den König und Der Wilde Wald von Tonke Dragt gehören sicher auch dazu, aber auch die klassischen Kinderbuchautoren wie Michael Ende und Astrid Lindgren und viele weitere tolle Schriftsteller, die ich in Kindheit und Jugend verschlungen habe.

Welches Buch wird deiner Meinung nach vollkommen überschätzt?
Das ganze Dan Brown Geschreibsel. Nicht weil ich eine Abneigung gegen sogenannte Unterhaltungsliteratur habe, sondern weil ich es einfach nur langweilig finde und ich Bücher nicht mag, die wie Filmscripte geschrieben sind.

Bestes bzw. Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?
Walter Moers – Die Stadt der träumenden Bücher

Welches Buch liest du gegenwärtig?
König Hänschen I. von Janusz Korczak (gestern fertig geworden) und Die Nachtwächter von Terry Pratchett (zum zweiten Mal, weil gerade nichts Neues da war). Zufälligerweise handeln beide Bücher von Revolutionen, Machstrukturen und Herrschaftsfragen und „Demokratie“.

Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?
Lass ich mich nicht drauf festnageln. Könnte hier hundert Bücher nennen, die ich für mich selbst ausreichend begründen könnte. Der Thron ist hier eben eine breite Sitzbank! (Würde auch keine Liste mit 10 absoluten Lieblingsbüchern erstellen wollen/können)

Pullmoll, Plasmaoxyd und Nephilim werden sich jetzt fragen müssen, ob ihnen dieser Stock zu dumm ist oder nicht. Ich frage mich das auch ;)

5 Kommentare

  1. Ich korrigiere – Die Meute der Mórrígan ist nicht gänzlich unbekannt! Ich zähle es ebenfalls zu meinen Lieblings-Jugendbüchern und habe es bei meiner Arbeit in der Buchhandlung möglichst oft weiterempfohlen, eben damit möglichst viele davon hören und es dann auch lesen, weil es so bezaubernd ist…

  2. @Bina: Bin froh, dass mir da jemand widerspricht. Zu schönes Buch um unbekannt zu sein :)

    @vivec: falscher Eintrag?

  3. Pingback: Sosntisges - blog.argwohnheim

Kommentare sind geschlossen.