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Tausend Augenblickpunkte

Schon nach Erst nach neun Jahren Argwohnheim wird’s jetzt vierstellig. Feierlich darf ich verkünden, mit eben diesem hier, den tausendsten Beitrag geschrieben und veröffentlicht zu haben. Hätte ich das 2006 gedacht?

Eine digitale Heimat

Ist nur ein Blog hier, aber es ist meins„,  schrieb ich zum zweiten Geburtstag. Vieles in meinem Leben hat sich verändert, aber das gilt noch immer. Mein Blog ist eine Heimat. Mein Platz im Internet. Ein digitaler Ort, der bleibt. Wahrscheinlich ist es auch ein Tagebuch.
Nur – irgendwann habe ich aufgehört, wirklich über mich selbst zu schreiben. Vielleicht weil Freunde, Familie und Kollegen zu Lesern wurden. Die Schere im Kopf eben.  Und: Social Media kills the Lust auf Selbstdarstellung.  Es kommt einen bisweilen albern vor, dem sozialen Netzwerk-Rauschen eine weitere Fußnote1 hinzuzufügen.
In den ersten beiden Jahren waren es 900 Beiträge, in den darauffolgenden sieben Jahren nur noch 100.  Kommentare gibt’s seit Facebook und Twitter eh nur noch von Bots. Aber hey, ein paar der alten Bloggerinnen und Blogger von damals™ tauchen hier und dort im Feedreader, bei Facebook, Instagramm oder Twitter auf und das ist schön. Vielleicht sind ja auch hier noch ein paar Lesende geblieben?2

  1. hey, nix gegen Fußnoten im Allgemeinen! []
  2. fishing for comments like Onlinejournalismus 2013 []

Wer schreibt, kann auch lesen

The Times They Are a-Changin‘. Wer hätte gedacht, dass ich mal Dylan am Anfang eines Blogposts (siehe auch: Eintrages) zitiere, Songs mag, in denen Männer hoch singen (und ich das zugebe) und zum Zwecke einer Lesung in Tübingen sein werde.

Wieauchimmer, Das Letz niest und das tut es nicht zum ersten Mal, wie die römische Ziffern ankündigen. Mit mir lesen unter anderem auch die wunderbaren Initiatoren Wolfang Brenner und Uli Eder (der mich auch einlud, selber schuld!) und der phantastische hoch21.

English-sportsman-like habe ich Herausforderungen immer gerne persönlich mit Handschlag begrüßt. Ich organisiere Open-Air-Veranstaltungen (Wetter, Alter!) fahre ein gelbes Auto, womit ich jeden Post-und Taxiwitz diesseits der Donau kennen dürfte und lese nun laut am 2. Oktober in Tübingen (Publikum, Alter!).

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Blogs in Zeiten *

Kleine Vorgeschichte: Seitdem mich meine Fähigkeit Improvisation und rohe Gewalt zu mischen zum Computerexperten im Familien- und Freundeskreis gemacht hat, predige ich Backups. Leute echt jetzt, macht Backups! Zwei meiner Laptops suicidierten. Nun ja. Ich hatte Wasser gepredigt. Meine in jahrelanger Kleinarbeit gehegte und gepflegte Feed-Liste starb einen digitalen Tod. Seitdem sammel ich die alten, liebgewonnenen Feeds wieder ein, so gut sich das eben noch rekonstruieren lässt. Viele Blogs gibt es auch nicht mehr oder die letzten Beiträge sind älter als Monate oder Jahre.

Aber Freunde, so langsam könnte man sich doch (wieder oder endlich mal?) so richtig mit dem Bloggen an sich anfreunden. Die Debatten (Säue durchs Dorf, Relevanz, äh.. und noch mehr Relevanz?) sind schon lange tot. Die Geltungssucht sternwortwitzelt auf Favstar Twitter. Dem Volk gefallen Dinge auf Facebook.

Liebe noch mitlesende Veteranen, Beteiligte alter Diskussionen, gibt es euch noch? Wo stehen die Blogs heute? Oder wie läufts? Oder hat sich das Ganze ausgesessen?

*
a.) des Wandels
b.) der Cholera
c.) der Evolution lustiger Katzenvideos
d.) der Zeit
e.) der unsinnigen Aufzählung möglicher Titelvarianten

Mein erstes Mal

Hier geschahen bisher nur Geschichten, Texte und Bilder. Dass ich plötzlich in einer Radiosendung auftauchte, ist die Schuld von hoch21. Wer sehen hören will, wie der Markus dem Marcus bei der Sendung Trackback des Radiosenders Fritz unter dem Motto „Blogger privat“ Rede und Antwort stand, kann das genau hier tun.

Ich bin so lang im Keller, die Aufregung etwas nachzittern lassen.