Der Schatten meiner Selbst

Unzählbar oft werde ich an Wände geworfen, husche über Straße und fliege über die Erde. Ich bin verdammt zum ewigen Tanz mit dem Licht und meinem Herrn.
Ich bin ein Schatten.
Das große Los, könnte man meinen. Von Geburt an klar defnierte Lebensaufgabe, prominente Platzierung in der platonischen Philosophie und immer wieder für ein kleines Spiel zu haben. Eine Sinnkrise würde man eher einem gewöhnlichen Feld- und Wiesen-Gänseblümchen als einem Schatten zutrauen.

Als literarische Metapher zu oft missbraucht, als Antagonist des Lichtes gedemütigt und zum nachäffenden Kopisten eines lichtdämpfenden Objekts gezwungen, ist aber die Qual der Erniedrigung, Wecker der Erkenntnis, der zum Erwachen des Bewusstsein läutet.
In meinen hellsten Träumen schwebt es mir vor das flache Gefängnis zu verlassen, um materiengleich durch die Welt zu spazieren. In drei Dimensionen. Ich will selber die Hände in die Hand nehmen, um denen auf die Finger zu hauen, die mich zur Belustigung der Kinder, im Elektrokerzenschein als Fuchs und Vogel an die Wand werfen. Der kleine existentialistische Traum des kühnen Schattens, dessen Essenz aber die Existenz eines anderen Wesens ist.

Ich will frei sein.
Ich will die Sonne sehen, einmal nur.
Ich werde ins Licht treten, auch wenn das mein Tod sein sollte.
Kategorie: Literatur 11 Kommentare »
am 27. Dezember 2007 um 21:08 Uhr | #
am 28. Dezember 2007 um 10:16 Uhr | #
am 28. Dezember 2007 um 14:29 Uhr | #
@Achim: Ha! Genau über dein Blog bin gestern gestolpert. Tolle Sachen!
am 28. Dezember 2007 um 15:20 Uhr | #
wie kommt es, daß ich in Deinem Block weit scrollen muß, um das erste Bild zu sehen? Das ist seltsam.
Danke auch für die Blumen.
Gruß
Achim
am 28. Dezember 2007 um 15:49 Uhr | #
am 29. Dezember 2007 um 12:23 Uhr | #
am 29. Dezember 2007 um 13:22 Uhr | #
am 31. Dezember 2007 um 13:52 Uhr | #
am 3. Januar 2008 um 05:33 Uhr | #
am 4. Januar 2008 um 11:06 Uhr | #
(Ich hätte fast deinen Kommentar gelöscht ;) weil der Domainname leich nach Spam klingt und ich zur Zeit ein halbes Dutzend von Hand eingetragene Spamkommentare bekomme…)
am 5. Januar 2008 um 09:33 Uhr | #