.feedback or fightback?

kopflosEs scheint, dass die Ohnmacht, gesellschaftliche Situationen zu ändern, allgegenwärtig ist.
Man stößt immer wieder auf die Resignation des Individuums, egal welche Mißstände es betrifft.

Ich alleine kann gegen die doch nichts ausrichtenJeder einzelne ist wichtig, sind die Phrasen, die gebetsmühlenartig und beinahe im selben Atemzug in diesem Zusammenhang auftauchen. Was stimmt?

Ich bin jung. Ich lebe in einer Gesellschaft, die ich ändern will.
Warum?
Weil sie mir nicht gefällt. Weil ich sie als ungerecht empfinde und weil ich es für meine verdammte Pflicht halte.

Das kann man als juvenile und naive Weltverbesserungs-Spinnereien abtun und milde drüber lächeln. Aber wenn mich etwas richtig ankotzt, dann ist das die distanzierte Haltung der Leute, die in weiser Objektivität und feinem Spott und Zynismus über die Welt urteilen, als ob sie das nichts angehen würde. Leckt mich am Arsch, es ist vielleicht nicht eure Scheisse, aber ihr steckt trotzdem bis zum Hals mit drinnen.

Ich bin kein Idealist.
Nicht mehr.
Aber trotz besserem Wissen, renne ich immer wieder mit dem Kopf gegen die Wand. Kotze es wieder aus, wenn sie mir etwas Verdorbenes zu Fressen gegeben haben.

Aber sonst?
Was habe ich bisher getan?
Bisher noch nichts. Zuwenig, auf das ich stolz sein könnte. Eine Einstellung verändert nicht die Welt.
Ich hoffe, dass wenn ich älter bin, dass ich anders auf die Frage antworten kann. Was habe ich getan? Etwas, zumindest.

Ich habe zuviel Angst davor, in die Politik zu gehen. Ich würde genauso werden wie sie. Den Machtspielen und Sachzwängen kann man sich nicht entziehen, ob man will oder nicht. Ich bin nicht unpolitisch und ich enthalte mich nicht der Diskussion, aber die Politik wird heute nicht mehr in der Politik gemacht.

Ich glaube nicht an die Verschwörung irgendeiner Elite, dass wir geistig unterdrückt und in unserer Resignation unterstützt werden sollen. Trotzdem verdammen wir uns selbst immer und immer wieder in die Ohnmacht und Bedeutungslosigkeit des Einzelnen in der Masse.

Was könnten wir Bayer ans Bein pissen. Mit einem winzigen Aufwand an photocase924414463571Organisation könnten wir ganze Weltkonzerne in die Bedeutungslosigkeit versinken lassen. Wenn ich mir überlege, welcher Protest im Netz abging, wegen der paar Euro an GEZ-Gebühren. Mit der selben Energie, hätte Greenpeace 10 Reservate retten können, oder man hätte mal eben eine kleine Dikatatur gestürzt. So nebenbei.

Feedback: Im ganzen Netz schwirren Geschichten über Ungerechtigkeiten. Sehr viel von der Scheiße trägt einen Namen. Jeden Tag wird die Liste länger.

Eigentlich könnte man auf die Straße gehen, wieder mal eine Revolution anzetteln, Steine und Molotov-Cocktails wieder fliegen lassen. Würde aber nicht viel ändern, wurde schon viel zu lange versucht

Fightback: Oder im Hintergrund an einer Kultur-Revolution basteln, bis plötzlich Menschen in Konzernen sitzen, denen Profit und Aktiengewinne scheißegal sind und die begriffen haben, dass Macht Verantwortung ist. Bis Menschen sich die Umwelt zunutze machen, sie aber nicht ausnützen. Bis…

Und bis dahin fluchen, kotzen, brüllen, schreien und warnen, damit keiner vergisst, dass ein Gewissen außerhalb der Konzernchefs, der Politiker, der Waffenhändler und der Manager exisitiert.

(Eintrag illustriert mit Fotos von photocase.com)

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