.offblogs – auflistung offline gegangener blogs

Einleitung

Wie auch ich, werden die meisten Blogger/Blogleser wohl dutzende Blogs mittels ihres Feedreaders abonniert haben.
Früher oder später fällt einem plötzlich auf, dass von einem Blog keine Beiträge mehr kommen und man besucht die Seite – die offline ist. Traffic überschritten? Gehackt? Weggespammt? Abgeschaltet?

Wenn ein hochfrequentiertes Blog wie etwa basicthinking.de plötzlich verschwinden würde, könnte man sehr wahrscheinlich in anderen Blogs (oder in den Kommentaren) etwas darüber erfahren. Wenn jedoch ein kleineres Blog mit einem Leserkreis von sagen wir mal +-50 Leuten einfach ins virtuelle Nirwana abtaucht, ist es sehr wahrscheinlich das man nie etwas über den Verbleib erfahren wird.
Seltener hat man dann das Glück, dass man von dem Blog-Autor selber auf den Relaunch aufmerksam gemacht wird, wie etwa ich vom Querdenker, der „längere Zeit“ in der Versenkung verschwunden war.

Schon damals kam mir die Idee, die für mich jetzt wieder aktuell geworden ist, da diesmal Denis „weg vom Fenster“ ist (schlussendlich doch dem Spam zum Opfer gefallen?).

Idee

Kurz & knapp: Eine Liste in welche offline gegangene Blogs eingetragen werden können, inklusive Angabe von Gründen, geplanter Relaunch/Rückkehr und Statusberichten.
Ebenso könnten auch Anfragen von Besuchern veröffentlicht werden, die sich über den Verbleib eines bestimmten Blogs wundern.

Umsetzung

Die Idee könnte natürlich als Blog realisiert werden. Pro-Argument für ein Blog ist natürlich in erster Linie die einfach und unkomplizierte Kommunikationsmöglichkeit über die Kommentare.
Es stellt sich allerdings die Frage ob dies als Multiautoren-Blog möglich wäre, in das sich die Blogger selbstständig (aber moderiert, um Missbrauch vorzubeugen) eintragen könnten. Umständlich und hinderlich wäre jedoch, dass sich der Blogger dafür extra registrieren muss.

Eine andere Möglichkeit als die Multi-Autorenschaft, wäre die Einrichtung eines Kontaktformulars als statischer Artikel – was für den/die Moderatoren auch wieder in Arbeit (Umsetzung: Mail -> Beitrag) ausarten würde, was aber die Form vereinheitlichen könnte (zudem könnte der Autor 2-3 befreundete Blogs angeben, die mittels Ping über den Verbleib unterrichtet werden).

Die Realierung über eine eigens geschaffene Seite/Script lasse ich einmal außen vor, da ich mich mit dieser Materie zu wenig auskenne. Nur soviel, die Domain offblogs.de ist noch frei.

Eine Integration in bereits bekannte und akzeptierte Dienste wie etwa blogscout.de von Dirk Olbertz würde der Verbreitung und damit der gewünschten Wirkung durchaus helfen. Oder vielleicht als „Funktionserweiterung“ für topblogs.de von Frank Helmschrott, wenn diese Topliste mal einen (wünschenswerten!) größeren Bekanntheitsgrad erreicht hat.

Wenn diese Idee neu ist und auch noch nicht umgesetzt wurde, kann sie gerne jemand ihrer annehmen und sie verwirklichen. 

(Dieser Beitrag wurde auch auf 1000ff.de veröffentlicht)

9 Kommentare

  1. Ja es stimmt tatsächlich, ich habe die Webseite vollständig vom Netz genommen, und letztlich auch die Domain gekündigt.

    Irgendwann verdirbt einem dieser ganze Spam dann doch die Lust am schreiben. Dann noch der Trackback-Spam, dann die Serverlast durch die ganzen Spambots (auch wenn die Texte vor dem veröffentlichen wieder geblockt wurden) und und und…

    Die Idee finde ich aber gut. :)

    Mein bescheidener Tipp dazu:
    Domain-Offensive.de – dort kostet eine .de-Domain nur 19Cent/Jahr.

  2. Ich hatte mir auch schon öfters überlegt bei einem Bloghoster einen Blog-Friedhof einzurichten. Aber a) zu wenig Zeit b) zu geringe Beteiligung c) wäre das Blog bestimmt wegen a) und b) selbst sein bester Kunde ;)

    Trotzdem würde ich es über einen Bloghoster (blogger.de, blog.de, antville, twoday.net) machen. Wer sich nicht regestrieren will, kann ja tote Blogs per Kommentar hinzufügen.
    Eine eigene Seite/selbst gehosteted Blog würde ich dazu eher nicht verwenden. Die gängigen Blogsysteme bieten (noch) zu geringe Möglichkeiten der Multiuser-Unterstützung.

    Falls solch ein Projekt trotzdem mal irgendwann irgendwie in die Gänge kommt, ich habe bestimmt so an die 20 oder 30 Blogs die ich dazu beisteuern könnte.

  3. Ahjo, Nachtrag: Wie wäre es mit einem Forum? Die meisten Forensysteme sind darauf ausgelegt eine große User-Anzahl zu verwalten und ggf. auch Beiträge ohne Regestrierung zu veröffentlichen.

  4. Warum umbedingt per Blog/Forum/CMS?

    Mein Vorschlag wäre eher, ein API aufzusetzen, mit einer dazugehörigen Datenbank, und es den prominenteren Diensten schmackhaft zu machen, diese einzubinden.

  5. Vielleicht weil a) keiner Bock/Kenntnisse hat die API zu programmieren b) niemand so wirklich weiß wie und wo man die API dann einsetzen soll c) keiner eine Idee hat wie die API aussehen soll d) schmackhaft machen immer mit so viel Arbeit verbunden ist und e) eigentlich jeder ohne große Programmierkenntnisse Zugang zu dem Projekt haben soll.

    ;)

    Naja, ich denke mal in einem Forum könnte man das ganze dann auch noch auf andere Sachen wie Webseiten, Chats und Dienste ausweiten und somit ein wesentlich breiteres Publikum ansprechen.

  6. @Denis: Schade. Und das ganz mit neuer Domain nochmal versuchen?

    Zur Sache: Interesse ist immerhin schon mal da ;-)

    Im Prinzip hängt alles daran welchen Bekanntheitsgrad die Liste erreicht, da sonst der Sinn in Frage gestellt wird. Abgesehen davon, dass man eine Seite hätte, bei der (Google-)Suchanfragen „was ist los mit BlogXY“ landen könnten. Von daher würde sich ein Blogsystem anbieten, da die meisten Forensysteme längst nicht so suchmaschinenoptimiert sind.

    Ein Forum denke ich ist genauso aufwendig mit der Moderation wie ein Blog. Was aber stimmt, dass sich damit die Veröffentlichung der Beiträge leichter realisieren ließe.

    Mittels API: Da habe ich leider keine Ahnung von der Umsetzbarkeit.

    Vielleicht könnte man dieses Projekt mittels Blog beginnen, bis es weitere Kreise zieht und eventuell Eingang in ein bestehendes System findet. Ich würde mich auch bei der Moderation anbieten, da ich denke dass sich die Anfragen in einem zu bewältigenden Rahmen halten würden.

  7. Da bin ich dabei, aber unter meiner „richtigen“ (schon bestehenden) Domain, und auch nicht in gewohntem Format.
    Soll heißen, … Kommentare per eMail.

    Aber bisher habe ich leider noch nicht die benötigte Zeit gefunden, das ganze fertigzustellen.

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