Nicht dieses verächtliche „pff“, was einem entweicht, wenn man über seitengescheitelte Polohemdträger redet und was man getrost als rhetorisches Naserümpfen bezeichnen kann.
Eher dieses introvertiertere „pff“, das man etwa beim Anblick dieses nass-grauen Schneeregenwetters seufzt, was aber auch eher einem stoßartigen „ffffhh“ ähnelt und parallel zu einem geknurrten „h(r)mm“ verwendet wird. Mit einer Prise Enttäuschung und Wehmut.
Aber das nur zur Erklärung der Überschrift.
Gestern war der Whiskey auf Eis, heute ist der Kopf auf Watte und die mechanisch mühsam angestrengten Augenbewegungen knirschen schmerzhaft in den Augenhöhlen.
Man sollte jetzt einen starken Kaffee trinken, das Auto volltanken und ans Meer fahren. Das sage ich um meine Gefühlslage zu verdeutlichen. Irgendwo am Meer auf einem Steg sitzen, ins Wasser spucken und sich vorstellen, wohin es die Spucke überall treiben kann. Ein bisschen von der unvorstellbaren Weite träumen und sich einbilden, dass es unentdeckte Orte am anderen Ende des Horizonts gibt. Eigentlich stimmt das ja auch, zumindest im übertragenen Sinne.
(Aus der unregelmäßig wochenendlichen Reihe: Cat-Content/Katerprosa)