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Das Letz nas VI

Ich war da dabei. Leider lässt der Alltag mir gerade keine Zeit für einen in Form und Länge angemessenen Bericht. Der kommt in den nächsten Tagen. Eins will ich aber nicht verschieben:

Ein megariesenmassivgroßes Dankeschön schon mal an…

Uli und Wolfgang für die Einladung und die Organisation!
… Uli und Familie für die Wahnsinns-Gastfreundschaft, die beiden wunderbaren Ausflüge und den Kuchen!
… an hoch21 für die wunderbare Begegnung, seine Texte und das er mir etwas vom Kuchen übrig ließ.
… den bisher Genannten für die schönen Gespräche von Twitter-Klatsch, über Äpfel (in jedem Aggregatzustand), bis hin zu Kinderbüchern.
… das Tübinger Publikum, das einem zitternden Debütanten dann doch den ein oder anderen Lacher und Applaus schenkte.

… den Rest vom Fest! Man kann diese Veranstaltung jedem Lesenden und jedem Zuhörenden nur heißestens empfehlen.

Die alte Ziegelei

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Eine Foto-Safari

So ein Abend fängt auch manchmal an, wie ein schlechter Rap: Habe die Stadt satt und hau aus der Stadt ab . Ich bin ja sonst des Rappens recht unverdächtig, auch wenn ich in den 90ern mal das Cape 180° trug. Nun: Es war Zeit das Stadtviertel zu verlassen. Wenn wir hier von Stadt reden, meine ich natürlich Ort und wenn ich von Viertel rede, meine ich natürlich Ortsteil. Ich kokettiere gerne mit meinem ländlichen Image, auch wenn ich keine Kuhsorten (nicht mehr als fünf jedenfalls) auseinander halten kann. Weiterlesen

Nur eine Nacht

„Bist du nicht müde?“ fragt mich der kleine Junge, als ich mich mit dem Tablett durch die Feier schiebe. Ich beuge mich herunter, während ich mit sorgfältiger Lässigkeit ein halbvolles Glas Rotwein und zwei abgestandene Gläser Sekt balanciere.
„Nein“, sage ich lächelnd und werde mit großen Augen angeschaut, weil ich dieser Selbstverständlichkeit zwei Uhr nachts entgegentrete. In kleinen Gruppen herumstehend, ist die Feier schon in Auflösung begriffen.
„Der ist müde, der gibt das nur nicht zu“, sagt ein Mann (ein junger Mann, ein Junge?) väterlich. Er ist in meinem Alter.
Ich lächele viel-, nein nichtssagend und stelle ein weiteres Glas aufs Tablett. Der Junge blickt triumphierend zu mir auf.
Ich muss aufpassen, dass ich nicht auf meine Schürze trete. Meine Füße schmerzen. Ich spüre die Augenringe. Dennoch, die Nacht hat für mich ihre Schwerelosigkeit erreicht. Ein Gefühl des Gleitens. Das Erwachen eines Geistes, der am Tag schlummert und der sich wieder erinnert. An die schlaflosen Nächte. An das Aufstehen. An das Glas Wasser und die Zigarette im Dunkeln. An die Momente, die nur einem selbst gehören. Bis irgendwann die Müdigkeit wiederkehrt, die einen ins Bett treibt und am nächsten Tag mit voller Wucht in die Fresse schlägt.

Bitte parken verboten!

„Bitte parken verboten!“ stand auf einem gelben Notizzettel, den ich am nächsten Morgen hinter meinem Scheibenwischer fand. Diese sprachliche Heiterkeit verdankte ich dem Schnee, der das Nummernschild auf einem Anwohner-Parkplatz meinen nächtlich müden Augen verborgen hatte. Der Zettel geschrieben von einer Hand, die eher Kyrillisch gewohnt war.

Mich überkam eine leichte Ahnung, wie die Integration in unsere Leitkultur aussieht.

Floating

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Man hält es für einen billigen Trick, für Selbsttäuschung: Das Meer. Oder ein See. Ein Sonnenuntergang. Stille. Alleinsein-Sein.

Aber ein Gefühl lügt nicht. Wenn doch, spielt das keine Rolle.