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	<title>blog.argwohnheim &#187; Erlebnisse</title>
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	<description>~ Augenblickpunkte ~</description>
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		<title>Das Letz nas VI</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 19:12:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>.markus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich war da dabei. Leider l&#228;sst der Alltag mir gerade keine Zeit f&#252;r einen in Form und L&#228;nge angemessenen Bericht. Der kommt in den n&#228;chsten Tagen. Eins will ich aber nicht verschieben: Ein megariesenmassivgro&#223;es Dankesch&#246;n schon mal an&#8230; &#8230; Uli und Wolfgang f&#252;r die Einladung und die Organisation! &#8230; Uli und Familie f&#252;r die Wahnsinns-Gastfreundschaft, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war <a href="http://www.das-letz-niest.de/dln6/dln6.php">da</a> dabei. Leider l&#228;sst der Alltag mir gerade keine Zeit f&#252;r einen in Form und L&#228;nge angemessenen Bericht. Der kommt in den n&#228;chsten Tagen. Eins will ich aber nicht verschieben:</p>
<p>Ein megariesenmassivgro&#223;es Dankesch&#246;n schon mal an&#8230;</p>
<p>&#8230; <a href="http://www.dia-blog.de/">Uli und Wolfgang</a> f&#252;r die Einladung und die Organisation!<br />
&#8230; Uli und Familie f&#252;r die Wahnsinns-Gastfreundschaft, die beiden wunderbaren Ausfl&#252;ge und den Kuchen!<br />
&#8230; an <a href="http://nach21.wordpress.com/">hoch21</a> f&#252;r die wunderbare Begegnung, seine Texte und das er mir etwas vom Kuchen &#252;brig lie&#223;.<br />
&#8230; den bisher Genannten f&#252;r die sch&#246;nen Gespr&#228;che von Twitter-Klatsch, &#252;ber &#196;pfel (in jedem Aggregatzustand), bis hin zu Kinderb&#252;chern.<br />
&#8230; das T&#252;binger Publikum, das einem zitternden Deb&#252;tanten dann doch den ein oder anderen Lacher und Applaus schenkte.</p>
<p>&#8230; den Rest vom Fest! Man kann diese Veranstaltung jedem Lesenden und jedem Zuh&#246;renden nur hei&#223;estens empfehlen.</p>

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		<title>Die alte Ziegelei</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Apr 2011 17:10:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>.markus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Foto-Safari So ein Abend f&#228;ngt auch manchmal an, wie ein schlechter Rap: Habe die Stadt satt und hau aus der Stadt ab . Ich bin ja sonst des Rappens recht unverd&#228;chtig, auch wenn ich in den 90ern mal das Cape 180° trug. Nun: Es war Zeit das Stadtviertel zu verlassen. Wenn wir hier von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.argwohnheim.de/wp-content/uploads/2011/04/img_2628.jpg" alt="IMG 2628" width="465" height="615" /><br />
<strong><br />
Eine Foto-Safari</strong></p>
<p class="cap">So ein Abend f&#228;ngt auch manchmal an, wie ein schlechter Rap: <em>Habe die Stadt satt und hau aus der Stadt ab</em> . Ich bin ja sonst des Rappens recht unverd&#228;chtig, auch wenn ich in den 90ern mal das Cape 180° trug. Nun: Es war Zeit das Stadtviertel zu verlassen. Wenn wir hier von Stadt reden, meine ich nat&#252;rlich Ort und wenn ich von Viertel rede, meine ich nat&#252;rlich Ortsteil. Ich kokettiere gerne mit meinem l&#228;ndlichen Image, auch wenn ich keine Kuhsorten (nicht mehr als f&#252;nf jedenfalls) auseinander halten kann.<span id="more-1647"></span></p>
<p><img src="http://blog.argwohnheim.de/wp-content/uploads/2011/04/01_img_2638.jpg" alt="01 IMG 2638" width="450" height="337" /></p>
<p>Here we go -&gt;</p>
<p>Kamera entstaubt, 4er-Pack Mignonzellen voll durchgeladen, F. auf den Beifahrersitz gesetzt und ab in die alte Ziegelfabrik, die uns schon lange unversch&#228;mt und unbesucht aus dunklen Fenstern belauert hat.</p>
<p><img src="http://blog.argwohnheim.de/wp-content/uploads/2011/04/01_img_2632-1.jpg" alt="01 IMG 2632" width="450" height="600" /></p>
<p><img src="http://blog.argwohnheim.de/wp-content/uploads/2011/04/img_2619.jpg" alt="IMG 2619" width="450" height="600" /></p>
<p>Gerade jetzt wo die Fr&#252;hjahrskollektionen in den Schaufenstern bl&#252;hen und bleiche Haut in der Sonne getragen wird, reizt die alte Fabrik zwischen knospenden B&#228;umen und wiedergeborenem Gr&#252;n den wiedererwachten Entdeckergeist geradezu zur Fotosafari.</p>
<p><img src="http://blog.argwohnheim.de/wp-content/uploads/2011/04/img_2609.jpg" alt="IMG 2609" width="450" height="337" /></p>
<p>Erdgeschoss. Hier und dort flattern Reste wei&#223;roter Absperrb&#228;nder im Wind, der die lauwarme Abendluft durch die Fabrik tr&#228;gt. Ziegel und Glasscherben knirschen und das Laub raschelt unter den Schuhen, als wir das Geb&#228;ude betreten, das lange vor unser keiner mehr betreten hat &#8211; au&#223;er diversen Gothic- und Death Metal-Bands f&#252;r ihre MySpace-Foto-Gallerie nat&#252;rlich.</p>
<p><img src="http://blog.argwohnheim.de/wp-content/uploads/2011/04/img_2512.jpg" alt="IMG 2512" width="450" height="337" /></p>
<p>Ein leichtes wohliges Unbehagen (!) breitet sich im K&#246;rper aus. Das ist kulturhistorisch oder eher popkulturell bedingt, schlie&#223;lich ist das hier eine erstklassige Kulisse f&#252;r eine zweitklassige Schauergeschichte. Das Schicksal hat nat&#252;rlich ein Gesp&#252;r f&#252;r narrative Notwendigkeit und schickt uns eine kleine Reminiszenz:</p>
<p><img src="http://blog.argwohnheim.de/wp-content/uploads/2011/04/img_2519.jpg" alt="IMG 2519" width="450" height="337" /></p>
<p>Wer trug diese Gummistiefel? Was suchte er hier? Warum hat er sie verloren? You&#8217;ll never know my love.</p>
<p>Wir finden die Treppe (die nicht knarrt, Realit&#228;t ist eben selten stringent) und steigen in den ersten Stock.</p>
<p><img src="http://blog.argwohnheim.de/wp-content/uploads/2011/04/img_2535.jpg" alt="IMG 2535" width="450" height="337" /></p>
<p>In den Luftschl&#246;ssern, die wir in unserer Jugend gebaut haben, h&#228;tte die Bev&#246;lkerung einer Kleinstadt leben k&#246;nnen. W&#228;ren wir damals auf dieser Treppe gewesen, h&#228;tten wir schon auf der zweiten Stufe in unserer Vorstellung die Vorh&#228;nge f&#252;r das Bad ausgesucht. Und nun. Was kostet die Fabrik, was kostet die Renovierung? Es lohnt sich nicht. Kein k&#252;hner Traum mehr, der sanft wieder entweicht. Nur eine n&#252;chterne Feststellung. Aber trotzdem: Wie geil w&#228;re das denn, in dieser Farbik zu wohnen!</p>
<p>Doch so erfreut sich das Herz nur an der radikalen Sch&#246;nheit des Verfalls.</p>
<p><img src="http://blog.argwohnheim.de/wp-content/uploads/2011/04/img_2537.jpg" alt="IMG 2537" width="450" height="337" /></p>
<p>Durch den ersten Stock zur zweiten Treppe.</p>
<p><img src="http://blog.argwohnheim.de/wp-content/uploads/2011/04/img_2551.jpg" alt="IMG 2551" width="450" height="337" /></p>
<p>Vorbei an etwas, dass das B&#252;ro gewesen sein k&#246;nnte.</p>
<p><img src="http://blog.argwohnheim.de/wp-content/uploads/2011/04/img_2556.jpg" alt="IMG 2556" width="450" height="600" /></p>
<p>Im zweiten Stock lauert der Verfall in voller Pracht.</p>
<p><img src="http://blog.argwohnheim.de/wp-content/uploads/2011/04/img_2567.jpg" alt="IMG 2567" width="450" height="337" /></p>
<p><img src="http://blog.argwohnheim.de/wp-content/uploads/2011/04/img_2571.jpg" alt="IMG 2571" width="450" height="337" /></p>
<p>&#220;ber die letzte Treppe steigen wir hinauf unter das Dach. Hast du Angst, fragt mich F. Ein Brett knarrt. Man blickt in dunkle Abgr&#252;nde. Nein, sage ich. Hast du Angst, frage ich mich. Das eine ist immer das Gef&#252;hl. Das andere, wie man das Gef&#252;hl wahrnimmt. Man wird vorsichtig, ja. Man schaut auf die Balken und Bretter, auf die man tritt. Macht hier oben ja auch Sinn.</p>
<p><img src="http://blog.argwohnheim.de/wp-content/uploads/2011/04/img_2585.jpg" alt="IMG 2585" width="450" height="600" /></p>
<p><img src="http://blog.argwohnheim.de/wp-content/uploads/2011/04/img_2606.jpg" alt="IMG 2606" width="450" height="600" /></p>
<p>Nein, es gibt noch eine Treppe. Eine letzte. Ganz nach oben. Neben der Treppe g&#228;hnt der tiefschwarze Kohleschacht. 20 Meter geht es runter. Gesch&#228;tzt. Man misst ja nicht nach. Oben erwartet uns eine herrliche Aussicht, die genossen, aber zum Blogleidwesen nicht fotografiert wurde.</p>
<p><img src="http://blog.argwohnheim.de/wp-content/uploads/2011/04/img_2587.jpg" alt="IMG 2587" width="450" height="337" /></p>
<p>Als wir wieder runterklettern, sehen wir aus einem Fenster eine schwarze Katze. Ich klopfe drei mal auf Holz. Auch wenn ich nicht abergl&#228;ubig bin: Sicher ist sicher. Das werde ich mir nicht angew&#246;hnen d&#252;rfen. Demn&#228;chst wird (unter anderem, aber das ist eine andere Geschichte!) eine schwarze Katze mit mir in einer Wohnung wohnen.</p>
<p><img src="http://blog.argwohnheim.de/wp-content/uploads/2011/04/img_2601.jpg" alt="IMG 2601" width="450" height="600" /></p>
<p>Sie sehen: Eine schwarze Katze, fotografiert mit 10-fachem Zoom. Vor einer Sekunde hat sie uns noch angestarrt, schw&#246;rt F. Mich w&#252;rde nicht wundern, wenn sie auch noch gewunken h&#228;tte. Katzen traue ich alles zu.</p>
<p><img src="http://blog.argwohnheim.de/wp-content/uploads/2011/04/img_2596.jpg" alt="IMG 2596" width="450" height="337" /></p>
<p>Au&#223;er uns ist auch noch eine Tanne (Fichte?) bis hier hoch gekommen (Hat aber etwas l&#228;nger daf&#252;r gebraucht).</p>
<p><img src="http://blog.argwohnheim.de/wp-content/uploads/2011/04/img_2613.jpg" alt="IMG 2613" width="450" height="600" /></p>
<p>Die Fabrik blickt uns mit hohlen Augen nach, als wir das Gel&#228;nde in der untergehenden Sonne f&#252;r diese Geschichte recht pointenlos verlassen und Bier kaufen gehen.</p>

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		<title>Nur eine Nacht</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Dec 2010 10:09:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>.markus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Bist du nicht m&#252;de?&#8221; fragt mich der kleine Junge, als ich mich mit dem Tablett durch die Feier schiebe. Ich beuge mich herunter, w&#228;hrend ich mit sorgf&#228;ltiger L&#228;ssigkeit ein halbvolles Glas Rotwein und zwei abgestandene Gl&#228;ser Sekt balanciere. &#8220;Nein&#8221;, sage ich l&#228;chelnd und werde mit gro&#223;en Augen angeschaut, weil ich dieser Selbstverst&#228;ndlichkeit zwei Uhr nachts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Bist du nicht m&#252;de?&#8221; fragt mich der kleine Junge, als ich mich mit dem Tablett durch die Feier schiebe. Ich beuge mich herunter, w&#228;hrend ich mit <em>sorgf&#228;ltiger L&#228;ssigkeit</em> ein halbvolles Glas Rotwein und zwei abgestandene Gl&#228;ser Sekt balanciere.<br />
&#8220;Nein&#8221;, sage ich l&#228;chelnd und werde mit gro&#223;en Augen angeschaut, weil ich dieser Selbstverst&#228;ndlichkeit zwei Uhr nachts entgegentrete. In kleinen Gruppen herumstehend, ist die Feier schon in Aufl&#246;sung begriffen.<br />
&#8220;Der ist m&#252;de, der gibt das nur nicht zu&#8221;, sagt ein Mann (ein junger Mann, ein Junge?) v&#228;terlich. Er ist in meinem Alter.<br />
Ich l&#228;chele viel-, nein nichtssagend und stelle ein weiteres Glas aufs Tablett. Der Junge blickt triumphierend zu mir auf.<br />
Ich muss aufpassen, dass ich nicht auf meine Sch&#252;rze trete. Meine F&#252;&#223;e schmerzen. Ich sp&#252;re die Augenringe. Dennoch, die Nacht hat f&#252;r mich  ihre Schwerelosigkeit erreicht. Ein Gef&#252;hl des Gleitens. Das Erwachen eines Geistes, der am Tag schlummert und der sich wieder erinnert. An die schlaflosen N&#228;chte. An das Aufstehen. An das Glas Wasser und die Zigarette im Dunkeln. An die Momente, die nur einem selbst geh&#246;ren. Bis irgendwann die M&#252;digkeit wiederkehrt, die einen ins Bett treibt und am n&#228;chsten Tag mit voller Wucht in die Fresse schl&#228;gt. </p>

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		<title>Bitte parken verboten!</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Dec 2010 09:39:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>.markus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Bitte parken verboten!&#8221; stand auf einem gelben Notizzettel, den ich am n&#228;chsten Morgen hinter meinem Scheibenwischer fand. Diese sprachliche Heiterkeit verdankte ich dem Schnee, der das Nummernschild auf einem Anwohner-Parkplatz meinen n&#228;chtlich m&#252;den Augen verborgen hatte. Der Zettel geschrieben von einer Hand, die eher Kyrillisch gewohnt war. Mich &#252;berkam eine leichte Ahnung, wie die Integration [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Bitte parken verboten!&#8221; stand auf einem gelben Notizzettel, den ich am n&#228;chsten Morgen hinter meinem Scheibenwischer fand. Diese sprachliche Heiterkeit verdankte ich dem Schnee, der das Nummernschild auf einem Anwohner-Parkplatz meinen n&#228;chtlich m&#252;den Augen verborgen hatte. Der Zettel geschrieben von einer Hand, die eher Kyrillisch gewohnt war.</p>
<p>Mich &#252;berkam eine leichte Ahnung, wie die Integration in unsere Leitkultur aussieht.</p>

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		<title>Floating</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Oct 2010 19:02:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>.markus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Man h&#228;lt es f&#252;r einen billigen Trick, f&#252;r Selbstt&#228;uschung: Das Meer. Oder ein See. Ein Sonnenuntergang. Stille. Alleinsein-Sein. Aber ein Gef&#252;hl l&#252;gt nicht. Wenn doch, spielt das keine Rolle.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img height="337" alt="IMG 2151" src="http://blog.argwohnheim.de/wp-content/uploads/2010/10/img_2151.jpg" width="450" /></p>
<p>Man h&#228;lt es f&#252;r einen billigen Trick, f&#252;r Selbstt&#228;uschung: Das Meer. Oder ein See. Ein Sonnenuntergang. Stille. Alleinsein-Sein.</p>
<p>Aber ein Gef&#252;hl l&#252;gt nicht. Wenn doch, spielt das keine Rolle.</p>

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		<title>.</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 18:18:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>.markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Irgendwo wache ich aus den geschlossenen Augen im Bus auf. Das Orange eines M&#252;ller leuchtet links, das Gelb eines Lidl rechts. Ich erschrecke mich kurz, weil ich nicht wei&#223;, wo ich bin. Ich bin im Industriegebiet, versuche ich mich zu beruhigen, merke aber, dass ich noch mehr von der m&#252;den Beliebigkeit dieses Augenblickes erschrocken bin, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwo wache ich aus den geschlossenen Augen im Bus auf. Das Orange eines M&#252;ller leuchtet links, das Gelb eines Lidl rechts. Ich erschrecke mich kurz, weil ich nicht wei&#223;, wo ich bin. Ich bin im Industriegebiet, versuche ich mich zu beruhigen, merke aber, dass ich noch mehr von der m&#252;den Beliebigkeit dieses Augenblickes erschrocken bin, vom Gef&#252;hl irgendwo zwischen Arbeit und Zuhause zu sein.</p>

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		<title>Casal Velino</title>
		<link>http://blog.argwohnheim.de/2009/03/10/casal-velino/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Mar 2009 19:25:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>.markus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Nebel flie&#223;t wieder &#252;ber die Felder. Der letzte Schnee zieht sich langsam in die W&#228;lder und Nordh&#228;nge zur&#252;ck. In den landl&#228;ufigen B&#228;chen brackert das Wasser gen Bodensee &#8211; Zeit f&#252;r eine kleine Sommergeschichte. Don Rodrigo, El Fredo, Mauarbeiter, Timbohrmaschine, Manni und meiner Wenigkeit ungespitzer Name weilten in S&#252;ditalien. Bautechnische Angelegenheiten bedurften unserer Pr&#228;senz in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.argwohnheim.de/wp-content/uploads/2009/03/img-2390.jpg" alt="IMG 2390" width="496" height="372" /></p>
<p>Der Nebel flie&#223;t wieder &#252;ber die Felder. Der letzte Schnee zieht sich langsam in die W&#228;lder und Nordh&#228;nge zur&#252;ck. In den landl&#228;ufigen B&#228;chen brackert das Wasser gen Bodensee &#8211; Zeit f&#252;r eine kleine Sommergeschichte.</p>
<p>Don Rodrigo, El Fredo, Mauarbeiter, Timbohrmaschine, Manni und meiner Wenigkeit ungespitzer Name <a href="http://blog.argwohnheim.de/2007/09/24/herr-punkt-markus-in-italien/">weilten in S&#252;ditalien</a>. Bautechnische Angelegenheiten bedurften unserer Pr&#228;senz in Casal Velino. Tags&#252;ber balkten (wie klotzen, nur h&#228;rter) wir auf der Baustelle. Abends <a href="http://www.peroni.it/">peroni</a>sierten wir unsere staubigen Kehlen. Eine Temperatur, die auch das Wort Nachtk&#252;hle mit unbeirrbaren H&#246;chstgraden verh&#246;hnte, machte uns das Leben zu Dantes Inferno. Ein literarisches Werk, dass ich leider noch nicht kenne, in dessen H&#246;llenbeschreibung ich mir aber auch diese kleinen verdammten Drecksm&#252;cken sehr gut vorstellen kann, die in den N&#228;chten erbarmungslos einen Luftangriff nach dem anderen flogen.</p>
<p>Wir hausten in einer Unterkunft, die neben ihrer extrem kompakten Form einen enorm niedrigen Betontr&#228;ger auf dem Weg zur Badzelle hatte. Diejenigen unter uns, die keine Hobbits oder Zwerge waren &#8211; also alle &#8211; nahmen &#246;fters Ansto&#223; daran. Neben den Nudeln &#8211; daf&#252;r danke &#8211;  musste Marco Polo, der olle Globetrotter, ja auch noch unbedingt das Feuerwerk aus China einschleppen. Bis sp&#228;t in die Nacht zitterten die Fensterscheiben unter den Kanonenschl&#228;gen der italienischen Feierwut.</p>
<p>Schlafen? Materialmente impossible!</p>
<p>Des W&#228;lzens in verschwitzen Laken &#252;berdr&#252;ssig ging ich ins Freie, um bei einer Zigarette und der Nachtluft M&#252;digkeit zu finden. Manu, zur Baustellenzeit saisonal Manni getauft, d&#228;mmerte gleichfalls drau&#223;en vor sich hin. Wie es so kommt, fanden sich ein Gespr&#228;ch, ein T-Shirt zu meiner Leinenhose und vier F&#252;&#223;e. Ziellos gingen wir los in die Nacht, den Feldweg von der Anh&#246;he unseres Quartiers herunter. Leise knirschte der Kies unter unseren Schritten. Die Grillen zirpten. Wir schlenderten die asphaltierte Stra&#223;e entlang, Richtung Ortskern.</p>
<p>Und, wie wenn man aus einem ruhigen Schlafzimmer eine T&#252;r weiter gehen und pl&#246;tzlich in einem Raum landen w&#252;rde, in dem sich eine wilde Party abspielt, befanden wir uns mitten in einem Stadtfest. Die Nacht war aufgestanden. Die Stra&#223;e zum Marktplatz war mit St&#228;nden ges&#228;umt, an denen Afrikaner chinesische Produktimitate und Zigeunerinnen <em>handgeschnitzte</em> Fabrikwaren verkauften. Alles schlenderte, lachte und feilschte in friedlicher Lebhaftigkeit. Ein Dutzend Mal werde ich mich wohl kurz und schmerzlos in dunkle Augen verliebt haben, in dieser Nacht.</p>
<p>Dieses &#8220;Bella Italia&#8221;, dass manch Deutscher so gerne als  Lebensgef&#252;hl anstrebt, es lobt und preist, mag ich nicht mehr h&#246;ren und erwidere (in Gedanken) &#8220;dann zieh halt selber nicht so eine schei&#223; Fresse&#8221;. Wenn ich aber die <em>Bierunseligkeit</em> eines deutschen Stadt- oder Dorffestes sehe, mir die Stammtischhaftigkeit und die orangenen Biergarnituren vorstelle, dann graust es mir.</p>
<p>Das Treiben konzentrierte sich auf dem Kirchplatz. Die Menge feierte dort das Konzert eines S&#228;ngers, der sich gn&#228;digerweise seiner Muttersprache bediente, um das Schmalz zum T&#246;nen zu bringen. &#220;ber alle K&#246;pfe blickten wir zur B&#252;hne&#8230;</p>
<p>&#8220;Merkst du was?&#8221; fragte Manu.</p>
<p>&#8220;&#196;h&#8230;&#8221; antwortete ich.</p>
<p>Er zeigte mit seinem Arm unseren Sichthorizont und da merkte auch ich, wie zwei Tannen im Unterholz ragten wir &#252;ber die Menge der kleingewachseneren Italiener.</p>
<p>Wir trieben weiter durch die zauberhafte Nacht. Irgendwann sa&#223;en wir auf einer Gartenmauer, redeten, rauchten die letzten trockenen Kr&#252;mel Tabak auf und gingen nach Hause.</p>

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		<title>Verbraucherwarnung</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Dec 2008 14:46:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Im Supermarkt jagt der Nikolaus heute kleine Kinder.]]></description>
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		<title>Kindheit endet nicht</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Nov 2008 22:00:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wei&#223;e Kugeln in den tiefschwarzen See geworfen, mit den Autos um die Wette gerutscht und dem ehrw&#252;rdigen Steinkopf der Kleinstadt eine neue Schneenase verpasst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wei&#223;e Kugeln in den tiefschwarzen See geworfen, mit den Autos um die Wette gerutscht und dem ehrw&#252;rdigen Steinkopf der Kleinstadt eine neue Schneenase verpasst.</p>

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		<title>Schmetterlinge (nicht abgebildet)</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Oct 2008 10:41:12 +0000</pubDate>
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