Archiv für Dezember 2009


Durstlöschfaktor

21. Dezember 2009 - 21:05 Uhr

Beim Einfließen des Getränks in den Mund verbreitet sich zuerst ein orangschiger erfrischender Geschmack mit einem leicht rauchigen/herben Unterton, der sanft mitschwingt, den man hauptsächlich mit den Zungenseiten wahrnimmt. Dieser weicht nach und nach einer angenehmen Süße.

Das ein oder andere Jahr lebe ich nun schon unter Menschen, da liegt also schon vieles in der Das-kenne-ich-Schublade. Doch die Menschheit ist immer wieder für eine Überraschung gut und verblüfft mich mit feinherber Lustigkeit, die mit Lachen in der Kehle mitschwingt und fröhlich mit einem Kichern nachhallt. Wie etwa bei diesem Limonaden-Erfahrungsbericht, der mich sogar kurz meinen inbrünstigen, lange an der Herzkammer gehegten Groll für Preisvergleichsseiten für ein paar Sekündchen vergessen lässt.

Das Dosieren aus dem Flaschenhals mit einem Durchmesser von 2,5cm lässt sich gut bewerkstelligen.

Man sollte dieses Internet nicht auf einem Stuhl sitzend lesen, sondern schon präventiv in kleinen Dosen lachend unter dem Tisch einnehmen.

3 Kommentare » | Humorvolles

Sosntisges

10. Dezember 2009 - 19:17 Uhr

Das mache ich, wenn ich ganz schnell “Sonstiges” schreiben will, aber nicht dabei zusehe. Das geht jetzt natürlich etwas an der Aufgabenstellung vorbei, denn die Frage lautete: “Was ich mache, wenn niemand zusieht”, denn:

Juhu! Ich habe ein Stöckchen bekommen.

Wenn man diesen Satz früher laut äußerte, wurde man mit einem Blick bedacht, der zwischen mitleidigem Streicheln und Zwangsjacke hervorholen lag. Stöckchen sind von Blog zu Blog weitergereichte Aufgaben- bzw. Fragestellungen. So beantwortete ich hier beispielsweise schon Fragen zu Büchern. Saudoof sind diese Stöckchen, aber – Rechtfertigungskomplex! – sie machen Spaß. Kenner wissen, dass ich mir an dieser Stelle noch ein paar ironische Bemerkungen zu Stöckchen und Blogs allgemein verkneife.

Was mache ich, wenn niemand zusieht? Ein erster Impuls, lakonisch mit “in der Nase bohren” zu antworten, schiebe ich mal beiseite und präsentiere von den vielen Dingen, die ich so alleine für mich hin tue, ein paar sorgfältig ausgewählte Aktivitäten.

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1. Ich esse Schokoladen-Lebkuchen von DiätLine. Das hatte mit ungeschickter Produktplatzierung im Supermarkt und auch mit mangelndem kognitiven Wahrnehmen meinerseits zu tun. Wenn man Pappe mit ungesüßter Backschokolade überziehen würde, könnte man übrigens den Geschmack täuschend echt imitieren.

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2. Ich rede mit meiner Ente. Wenn man hin und wieder allein zuhause ist, braucht man auch mal jemanden zum Reden. Da ich – grob geschätzt – nur 1,19 % meiner Lebenszeit in der Badewanne verbringe, habe ich die Ente auf die heutige Arbeitsmarktsituation aufmerksam gemacht. Das man flexibel bleiben müsse und nicht wählerisch sein dürfe, was den Zweitjob anbelange. (klar, dass die Frage jetzt kommen muss: Nein, WC-Putzen wollte sie partout nicht, was aber auch mit dem Markenrecht zusammenhängen könnte).

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3. Ich denke mir lustige Metaphern und Vergleiche aus. “Das fühlt sich so an, als würde man nackt durch die kalte Wohnung laufen, nur mit Wollsocken bekleidet”. “Ein Löwe, den man ins Badezimmer sperrt, singt auch nicht Last Christmas”. “Den Werber von der Line lassen”.

Zur Historie: Sebastian, der gerade live blogt, warf mir das Stöckchen zu, das ihm von hoch21 überreicht wurde, von dessen Eintrag ich mich – etwas – inspirieren ließ, der es wiederum Sue aufs Auge gedrückt bekam und so weiter und so fort…

Nach ausführlicher Recherche und dem Kontaktieren von Experten und Fachleuten auf dem Gebiet der Blogistik und des Social-Networking, ist mir klar geworden, dass nun zwingender Handlungsbedarf besteht. Das Holz geht nun an den zu unser aller Leidwesen, monatelang schweigsamen Simon und den sehr geschätzten “eigentlich-ist-mein-Blog-ja-stöckchenfrei” r|ob. Now it’s your turn!

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Der kleine Mann

4. Dezember 2009 - 22:21 Uhr

Der kleine Mann ging endlich auf die Straße. Die ging er dann so entlang. Wird sich ja doch nichts ändern, sagte er halblaut vor sich hin und betrachtete missmutig Plakate verblichener Versprechen. Ein Butterbrot, das wär doch jetzt was. Da weiß man, was man hat.

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