Archiv für August 2008


The Mörtel Crew

25. August 2008 - 12:30 Uhr

Das mörtalische Quartett, Don Rodrigo, El Fredo, Felice und meine Wenigkeit (von links nach rechts, das Foto ist bitteschön selbst zu imaginieren) verlässt die heimatlichen Gefilde und wird zwei Wochen lang auf Mallorca residieren, um sich dort den wandtechnischen Belangen eines Hauses zu widmen. Bilder, Erzählungen und Randnoten einer bauarbeitäterischen Reise hängen von der örtlichen Kommunikationstechnik ab. Wem die Bauarbeiterromantik hier langsam - umgangsprachlich gesprochen - derbe auf den Sack geht, dem sei versprochen, dass ich auch mal wieder über andere Dinge schreiben werde. Wenn ich Lust hab. Oder Zeit. Oder beides in Kombination. Oder eine Muse, die mich küsst.

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Schwäbische Ferien

19. August 2008 - 20:36 Uhr

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Herr Punkt Markus (Nase weiß)

Schwäbische Ferien ist noch kein gesetzter Begriff, jedenfalls brachte weder eine Umfrage im Bekanntenkreis, noch die Internetsuche Ergebnisse. Ich beanspruche hiermit den Begriff erfunden zu haben und Internetarchive und Google-Cache mögen mein Zeuge sein. Kommen wir zur Bedeutung der “Schwäbischen Ferien”. Es heißt: In seiner freien Zeit unentgeltlich am eigenen Hause, am Hause der Eltern oder am Nachbarhause zu arbeiten, zur Verschönerung und zum eigenen Wohlempfinden.
Ich pflegte hier schon immer die Bauarbeiterromantik und stilisierte den Akt der einfachen körperlichen Arbeit. Kleinliche Mediendiskussionen haben wir genug in Blogs und manch einem Disputanten über Social Networks möchte man fast eine Schaufel in die Hand drücken und sagen: Arbeite!

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Heimwerk

11. August 2008 - 14:57 Uhr

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Das Haselnussmassaker…

9. August 2008 - 19:00 Uhr

… oder was Sie schon immer über Eichhörnchen, Glühwürmchen oder vielleicht auch einfach gar nicht wissen wollten.

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Eichhörnchen, auch als Eichkätzchen und damit als Katzen bekannt (jetzt mal rein etymologisch), sind also der Blogrelevanz würdig. Bekannt ist auch der Spruch: “Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen”. Das trifft so nicht zu. Jedenfalls nicht in den Kletterbäumen meiner späten Kindheit, zwei gewaltigen in den Himmel ausufernden Haselnusssträuchern, die man tatsäschlich mit drei “s” schreibt und auch nicht Baum nennen darf, weil die “Gemeine Hasel” nur in den seltensten Fällen baumförmig wächst. Das kann man sich jetzt merken und bei einer angeregten Diskussion über Nüsse, Bäume und Sträucher einstreuen.
Obwohl sich das Erleben der Jahreszeiten in der Postpostmoderne oft auf “mir zu heiß” und “boah, viel zu kalt” beschränkt, so wird der aufmerksame Leser doch bemerkt haben, dass - Moment mal - der Herbst und damit die reifen Nüsse noch in weiter zeitlicher Ferne liegen. Sagen Sie das mal bitte den beiden Eichhörnchen, die im Stile des Cirque du Soleil ein Nahrungsbeschaffungskunstück nach dem anderen vollbringen. Die possierlichen Tierchen bewundert man gerne wegen ihrer geschickten Pfötchen, mit deren Hilfe sie an den Nüsschen knabbern. Aber ich sag euch, diese Dreckspfoten sind dermaßen inkontinent, dass wenn man bei einer gemütlichen Kaffeegartenrunde sitzt, ein Regen von unangeknabberten Einlings-, Zwillings- und Drillingsnüssen auf Gartentisch, Stühle und Personen hagelt. Aus einer Fallhöhe von fünf Metern ist zudem die Kopfnuss mit der Erdbeschleunigung1 durchaus auf der Kopfhaut spürbar.
Die wissenschaftliche Artbezeichnung “Sciurus” setzt sich aus den altgriechischen Wörtern “skia” (Schatten) und “oura” (Schwanz) zusammen. Man nahm damals an, dass sich die Eichhörnchen mit ihrem, im Verhältnis zu Körpergröße imposanten Schwanz selbst Schatten spenden konnten. Zweifelsohne sind diese Tiere beschattet, wer knabbert auch schon im Sommer an unreifen Haselnüssen. Beschattet und absolut unfotogen. Ohne Machete, Teleobjektiv oder einem ausgestopften Exemplar dieser Art sollte man seine tierfotografischen Ambitionen gleich an den Hut stecken. Oben zu sehendes Foto enstand übrigens, nachdem ich drei Stunden als Blatt getarnt, mit nur einem Fuß2 kopfüber an einem Ast hing. Danach wurde ich mit wilden Flüchen in der Eichhörnchensprache3 beschimpft und mit Nüssen beworfen4.
Eichhörnchen leuchten bekannterweise nicht nachts, im Gegensatz zu Glühwürmchen. Um die Überleitung eleganter zu gestalten, könnte man vielleicht noch hinzufügen, dass beiden Arten ein Verniedlichung im Namen gemein ist. Aber lass uns jetzt mal über Glühwürmchen sprechen. Letzterer Satz fällt eher selten in geselliger Runde, spricht man doch gerne über die “Freuden, Sorgen und Ängste der Jugend” und danach über gemeinsam oder einzeln erlebte Drogenerfahrungen5. Es war also anders. Ich saß im Garten, wohl bei Zigarette und Hopfenbrause. Das ist in meinem Urlaub schon mal üblich. Ich sinnierte über - genau - Glühwürmchen. Wann hatte ich zum letzen Mal welche gesehen? Ohne es zu bemerken, waren diese leuchtenden kleinen Dinger aus meinem Leben verschwunden. Wann? Ich war gerade 16 Jahre alt geworden und arbeitete mit einem Schulfreund vier Wochen auf einem Hof als Landwirtschaftspraktikant. Der Aussiedlerhof war etwa dreihundert olympische Speerwürfe vom nächsten für uns relevanten Dorf entfernt. Mobilität bedeutete also “Schusters Rappen”. In einer Nacht, nach dem Besuch unseres Stammdöners und den obligatorischen drei Dosen CD-Pils6 liefen wir über Feld, Wege und Feldwege heimwärts und leuchtende Glüchwürmchen säumten all unsere Schritte. Danach sah ich sie nie wieder. Nicht nur ich vermisse sie.
Um nun das letzte der drei Versprechen der Subheadline7 einzulösen, also das, was Sie vielleicht auch einfach gar nicht wissen wollten: Ich habe Hunger und werde wahrscheinlich gleich etwas essen.

Fußnoten:
  1. Wir erinnern uns: g = 9,81 m/s2 []
  2. als Blattstiel you know []
  3. Quicken! []
  4. Hier addieren wir zur Erdbeschleunigung die Wurfkraft eines durchschnittlichen europäischen Eichhörnchens []
  5. Alter! Der Kaffee gestern. Der war vielleicht stark []
  6. Ein geschmackliches Verbrechen übrigens. Hopfen wird selten schamloser missbraucht. []
  7. Deutsch: Unterüberschrift []

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Lights

8. August 2008 - 13:15 Uhr

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