Archiv für Juli 2007


.nicht nur das leben ist hart

31. Juli 2007 - 13:15 Uhr

IMG 1888

Herr Punkt Markus wollte dem stahlharten Beton zu Leibe rücken, zu Leibe rückte er aber sich, nachdem er nach einer halben Stunde im triefenden Schweiße seines Angesichts und ein paar gelösten Krümeln Beton feststellen musste, dass die Maschine sieben! Gänge hatte und er sich im zweiten befand. Herr Punkt Markus exragierte.

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.world press photo awards

28. Juli 2007 - 20:56 Uhr

Ohne Worte !

(via )

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.wir sind hier nicht in berlin

26. Juli 2007 - 19:58 Uhr

Da hat dein Freund schon recht, junge echauffierte Dame. Wir sind hier in Überlingen und nicht in Berlin und ein einziger Bus am Tag in eure Richtung ist echt verdammtnochtmal wirklich das Letzte. Aber wer vier volle PLUS-Taschen trägt, sollte sich das Leben nicht noch schwerer machen, haha. Tragt sie mit Fassung, hihi.

Leute, die an meinem Fenster vorbeiliefen” oder “Ich wohnte dort, wo andere Leute Urlaub machen” wird die Kapitelüberschrift des jetzigen Lebensabschnittes meiner Autobiografie lauten, denke ich.

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.meine kleine bäckerin

26. Juli 2007 - 00:50 Uhr

Wenn die Welt morgen untergeht, kann man sich sicher sein, die Ersten, die übermorgen früh wieder aufstehen, sind die Bäcker. Die wahren Helden schnitzt der Alltag und warme Semmeln gehen immer.
Nun, so denkt man nicht, wenn man morgens um 4:00 Uhr aufsteht. Gedanken sind da tiefste Bettsehnsucht, sagt sie mir, meine kleine Bäckerin. Sie ist eine – ebenfalls – kleine Heldin, denn Sonntagsbrötchen sind leider nicht der Stoff für eine verzückte Ode über mehr als zwei Zeilen.
“Dafür sehe ich jeden Morgen, wie die Sonne aufgeht”, sagt sie und die braunen Augen lächeln hinter müden Ringen. Ich sag “einen Kaffee, bitte”, obwohl ich den Kaffee nicht mag, aber ich mag sie und der Kopf, darauf einigten sich die Beiden, ist dem Herz immer unterlegen.
“Danke”, sage ich tonfälligst auf der Grenze balancierend, zwischen ausgesuchter Höflichkeit und ungeschickter Annäherung. Mein Lächeln versteckt sich hinter einem Lächeln. Meine kleine Bäckerin lächelt auch und holt frische Brötchen aus dem Ofen.
Die Frage, ob sie mit mir mal einen richtigen Kaffee trinken geht, schlucke ich zusammen mit dem braunen Zuckersahnewasser runter.
In Italien vielleicht, da machen sie richtigen Kaffee – dafür können sie keine Brötchen backen. Bei diesen Umständen muss ich wohl die kulinarische Globalisierung voll und ganz befürworten. Abends dann ein schwerer französischer Wein. Ja, doch – meine kleine Bäckerin hat ein Weinglasgesicht und das haben nicht viele, denn es ist schwer hinter einem Weinglas weder affektiert nocht vertrottelt auszusehen.
Ein weitere Kunde betritt die Bäckerei. Wir einigen uns recht schnell darauf, dass der Morgen gut und das Wetter schön ist, simultan schütteln wir beim Anblick des heutigen BILD-Aufmachers die Köpfe. Er bestellt sich zwei Butterbrezeln und ein Kaffee, zum Mitnehmen – liegen lässt er seine Geldbörse, aus der unverschämt ein paar grüne Geldscheinränder blitzen. Ich werfe meiner kleinen Bäckerin einen jetzt-oder-nie-wir-beide-und-das-Meer-Blick zu, sie fängt ihn auf und die Welt scheint still zu stehen, doch dann dreht sie sich wieder weiter und ich brülle dem Kunden ein “Entschuldigung, Sie…” hinterher, er kommt zurück und er nimmt unseren kleinen Italienurlaub von der Theke weg.
Zwischen meiner kleinen Bäckerin, mir und uns steht nur eine Brötchen-Theke und ein großer Berg antiquierter Gesellschaftskonventionen, sonst würde ich sie auf der Stelle küssen.
Sie ist eine kleine Heldin, ich nicht.
Ich verstecke mich hinter einem Kaffee, den ich nicht mag und träume von gemeinsamen Sonnenaufgängen…

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.dumm gefahren

24. Juli 2007 - 13:57 Uhr

Schadenfreude ist ganz und gar nicht mein favorisierter Humor. Ein diebisches Grinsen konnte ich mir jedoch nicht verkneifen, als ich kurz vor dem Ortseingang von einem rasanten (euphemistische Untertreibung) jungen Mann überholt und geschnitten wurde und ich mir genüsslich den Gedanken an die verdammt gut versteckte Radarfalle im Ort durch den Kopf gehen ließ, in die er dann natürlich reinrauschte. Ha!

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