Archiv für Februar 2007


.der sturm im senfglas

28. Februar 2007 - 14:18 Uhr

Spöttisch lächelnd abseits sitzen, lässt sich leider nur in einer realen Diskussion als wirkungsvolles Stilmittel einsetzen. Halb belustigt, halb erbost über all den Schwachsinn den sich einige Elemente der Blogosphäre als Bedeutung auslegen, kommt man nicht umhin sich an dieser Debatte zu beteiligen.

Nehmen sich Blogger zu wichtig?” war die Frage, die ich mit einem einfachen aber kategorischen “Ja” beantwortet habe, Robert hingegen mit einem pathetischen Textbrocken, der auf die Botschaft hinausläuft: “Du hast eine gigantische Voice“.
Genau! Hurra! Toll! Super! Klasse! Es jubelt einem aus dem langen Kommentarschwanz entgegen. Ein wohlkonditionierter pawlowscher Klatsch-Reflex, der da im Blogwald widerhallt, wenn einem die Traffic- und Verlinkungsspitze Honig ums Maul schmiert.
In bedeutungschwerer Einhelligkeit veranstaltet man Rudelpissen, etwa gegen das StudiVZ und schreibt sich Revolution auf die Fahnen. Man ist endlich wer, gemeinsam will man stark sein und eine gigantische Voicehaben.

Es ist die Geschichte vom Sturm im Senfglas, über die Divergenz von Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung in der Blogosphäre.

Eine kurze Erklärung vorneweg: Da die Kritik der Blogkritik reflexartig immer die selben Argumente hervorbringt, wie etwa “der will doch nur Aufmerksamkeit/Klicks/Backlinks” verweise ich mal hierhin. Jeder der nicht ganz blöd ist, lernt in den ersten Monaten der Blogosphären-Partizipation, wie man ein Blog bekannt machen kann, oder wie man Klickzahlen generiert. Es ist ein leichtes einen Blog wie Dreibein zu führen, der Besucher aus der Google-Ursuppe löffelt, oder man kann sich auch an jedem Blogskandälchen beteiligen, um sich im Rudelpissen die Besucher per Trackback zu fischen.

Quantitatives Wachstum ist nicht nur der Holzweg in der Wirtschaft, auch in der Blogosphäre will man wachsen. Einzelne ganz Verzweifelte hoffen gar auf einen “Blog-Messias“, der der Blogosphäre endlich die Macht und Einfluss beschaffen soll, die ihr ja verdammtnochmal zusteht.

Man möchte es in eine Steintafel meißeln und diese für alle sichtbar aufstellen, dass ein Blog nur der Rahmen und nicht gleich der Inhalt ist. Show 2.0 nennt man etwa das, was sich zwar in seiner Form, nicht aber in seiner Substanz vom Fernseheinheitsbrei unterscheidet.
Revolutionärer war es da schon, Fruchtsaft im Tetrapack zu verkaufen und nicht nur in der Glasflasche.

Man ist stolz auf seine Subjektivität, verteilt aber in unglaublicher Bigotterie Seitenhiebe auf Journalisten, die Blogs eben diese Subjektivität vorwerfen. Was wollt ihr dann bitteschön?

Im Internet sind Blogs durchaus von Bedeutung. Jedoch befindet man sich im Wunschwahn die Speerspitze einer digitalen Revolution zu sein, die Bedeutung und Macht im Alltag hat. Sympatexter nennt es “selbstgefällige Überschätzung“. Ich stimme ihr zu und nenne es zusätzlich maßlose Selbstüberschätzung.

Wenn Revolutionen stattfinden, passiert das natürlich auch in den Blogs. Trotzdem sind Blogger und Blogs an sich in keinster Weise etwas revolutionäres.

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.mein name sei martin

27. Februar 2007 - 11:10 Uhr

Eine durchaus beliebte Frage in Online-Foren – und sicher auch schon ganz blogoform als Stöckchen rumgegeistert – mit welcher Persönlichkeit man denn mal gerne ein Bier trinken würde.

Ich würde dieses Bier mit Martin trinken wollen.

Sicher kein Problem. Martin ist eine Privatperson und steht im Telefonbuch. Ich muss keine Bodyguards bestechen oder Hotelfassaden erklettern. Er ist ein Mensch wie du und ich. Vor allem wie ich!

Beim ersten Mal konnte ein niedlicher aber etwas dämmlicher Anmachversuch nicht explizit ausgeschlossen werden. Die schüchterne Frage war, ob ich Martin bin.

Das zweite Mal ging dann noch als statistische Zufälligkeit durch.

Gestern wieder:

Martin! Martin?! Martin?

Falls jemand jemand kennt, der Martin heißt und ab und zu mit Markus verwechselt wird. Jemand der so aussieht wie ich. Sagt ihm, er soll sich bei mir melden. Er hat noch ein Bier bei mir gut!

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.

25. Februar 2007 - 13:29 Uhr

markus rock

In selbstversunkener Zelebration.

Anlässlich!

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.reload

24. Februar 2007 - 23:57 Uhr

rauchen verboten

(Ohne Worte)

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.für van gogh

24. Februar 2007 - 23:38 Uhr

IMG 0682

2,38 x 1,66 m

PCI-Grundierung auf Pressspanplatte

(Im Privatbesitz der Villa Schumann)

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