22. Juni 2006 - 23:27 Uhr
Still hier.
Sind halt Gedanken,
die kann man nicht schreien.
Laut draußen.
Im Kopf das Echo,
war noch von gestern.
Still hier.
Das Herz zieht um,
und ist noch auf Wohnungssuche.
(Aus der Reihe: Feelings getting stronger in the dark)
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21. Juni 2006 - 19:53 Uhr
Und die alte Narbe juckt immer noch bei Wetterumschwung. Mögen neue Winde wehen…
(Aus der Reihe: Nebensächliche Anmerkungen & Seelenbrand)
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21. Juni 2006 - 01:00 Uhr
Freitagabend, ich hatte wohl schon ein Bier und es war Sommer.
Ich hab ihn nicht angesprochen und ich weis auch nicht wer er ist, oder wo er herkam. Er ist mir aber schon aufgefallen, als er draußen am Fenster der Kneipe vorbeiging. Er trug eine altmodische Schirmmütze und ging irgendwie anders, wie die Leute, die sonst an der Kneipe vorbei liefen.
Er kam rein, setzte sich und bestellte sich ein Bier. Er dürfte etwa 70 gewesen sein, vielleicht auch 10 Jahre älter, schwer das von einem Gesicht zu sagen, das vom Wetter und nicht vom Leben gezeichnet ist. Er lächelte still vor sich hin. Nicht wie ein besoffener Penner, oder jemand für den die Welt irr geworden ist, sondern ein einfaches ehrliches und in sich gekehrtes Lächeln. Ich habe ihn heimlich Kapitän Schirmmütze getauft.
Es hätte auch vor 100 Jahren sein können. Ein alter Kapitän sitzt in einer kleinen Hafenkneipe und träumt davon wie er zur See gefahren ist. Ins heute und jetzt schien er einfach nicht passen zu wollen. Alles an ihm erzählte eine Geschichte, eine an die man sich kaum noch erinnern kann, aber die als Gefühl, als Nostalgie und Märchen in der Vergangenheit ruht. Er war wie ein Bild von Rembrandt, real aber doch unwirklich.
Als er sein Bier ausgetrunken hatte, ging er schon wieder.
Er hat mich nicht mal bemerkt, obwohl ich ihn angestarrt haben muss, aber wenn er am nächsten Freitag wieder in der Kneipe ist, setze ich mich zu ihm und spendiere ihm sein Bier. Ich werde mir in Ruhe anhören, was er zu erzählen hat, es geht ja sonst immer alles so schnell, wenn man jung ist.
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20. Juni 2006 - 19:36 Uhr
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20. Juni 2006 - 08:29 Uhr
“Es gibt keinen Weg, nur gehen…”
(Jenisches Sprichwort)
Die Jenischen sind ein Zigeuner-Volkstamm, die aufgrund ihrer helleren Hautfarbe auch “weiße Zigeuner” genannt wurden. Über die Jahrhunderte verfolgt und geächtet und auch in der Schweiz noch Mitte des 20 Jahrhunderts gezwungen sich sesshaft zu machen, haben sie trotzdem sehr viel von ihrer Eigenart bewahrt:
“…Durch Menschen aufgestellte Regelwerke, Gesetze und Prinzipien, die Anspruch auf Gemeingültigkeit erheben, erscheinen ihnen suspekt und dem Mysterium des Daseins und der Vielfältigkeit der Situationen nicht gerecht zu werden.”
Lesenswerter Artikel bei Wikipedia über ein oft vergessenes Volk, das in unserer heutigen Gesellschaft keinen Platz mehr hat.
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